Von VERA JUNKER, 16.11.09, 07:00h
SCHLEIDEN. „Mir mache et für Schleede, os Hätz Schleedt für Schleede, at drei und dreßisch Johr“ - unter diesem Motto stand die Prinzenproklamation der Karnevalsgesellschaft blau-weiß Schleiden. Zum 33-jährigen Bestehen der Gesellschaft ließen sich die Karnevalisten nicht lumpen und bescherten den Hausherren ein volles Zelt.
Im Fokus standen, so wie es sich gehört, die neuen Tollitäten, Prinz Florian I. (Niebes) und Prinzessin Sahra I. (Dambach) . Beide sind schon länger im Schleidener Karneval unterwegs. Florian Niebes hat das närrische Gen für die fünfte Jahreszeit in die Wiege gelegt bekommen, tritt er doch in die Fußstapfen seines Vaters, dem Vorsitzenden des Vereins, Norbert Niebes . Prinzessin Sahra Dambach ist ebenfalls seit Jahren als Mariechen der Fünkchen im Verein integriert. „Die kann man sich schon ansehen, die zwei“, sagt auch Schleidenes Bürgermeistern Ralf Hergarten bei der Übergabe des Zepters. „Ich wünsche uns, und vor allem euch eine schöne Session. Genießt es und habt viel Spaß“, fügte das Stadtoberhaupt an.

„Ein prägendes Erlebnis“
Spannend wurde es in Schleiden, bei der „Revival - Show“. Denn zum 33-jährigen Vereinsbestehen wurden alle ehemaligen Prinzenpaare auf die Bühne gebeten. „Schon interessant, was sich aus den kleinen Prinzen der Vergangenheit entwickelt hat“, ist sich das Publikum einig. „Da gab es schon in einigen Jahren spannende Ereignisse. Von Schneestürmen bis hin zu Baustellen mitten in Schleiden“, erklärte auch Norbert Niebes.
Die Tollitäten aus der Vergangenheit erinnern sich jedenfalls gerne an ihre Regentschaft zurück. „ Ich war in der Session 1979 / 80 Prinz hier in Schleiden, das war schon ein prägendes Erlebnis für mich als Jugendlicher. Der Karneval hat mich seitdem nicht mehr losgelassen“, sagt Hermann-Josef Schülter .
Infiziert vom Karnevalsvirus ist auch die Künstlerin Maf Räderscheidt . Die malte für die Karnevalsgesellschaft Schleiden das Bühnenbild. „Das Bild ist relativ kurzfristig entstanden, enthält aber alles, was mit Schleiden verbunden wird. Hier wird wirklich mit Herz Karneval gefeiert.“
In Anlehnung an das diesjährige Motto bedankte sich Norbert Niebes bei denjenigen, die freiwillig mit angepackt haben und sagte: „Wir hoffen auch für die Zukunft auf genügend freiwillige Hände für diese Arbeiten, nicht nur zu Karneval.“ Eben frei nach dem Motto: „Mir mache et für Schleede, os Hätz Schleedt für Schleede, auf weitere drei und dreßisch Johr.“